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Ausbildung wirkt gegen Fachkräftemangel

August 21, 2020

Der Erfolg eines Unternehmens hängt von vielen Faktoren ab. Immer wesentlich ist das Personal. Davon macht auch die Logistik keine Ausnahme. Im Gegenteil. In direktem Kontakt zum Kunden stehen hier vom Vertrieb über die Disposition bis hin zum Fahrpersonal prozentual sogar besonders viele Mitarbeiter. Da ist es von Vorteil, wenn diese motiviert, engagiert und vor allem gut ausgebildet sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund widmen wir bei der Krummen Kerzers AG uns seit einigen Jahren wieder verstärkt der Fachkräfte-Ausbildung. Aktuell bilden wir fünf angehende Strassentransportfachmänner aus, darunter einen Neuzugang, der in diesem Monat seine Ausbildung begonnen hat.

„Der Wettbewerb in der Logistik, speziell im Transportgewerbe, ist eng, der Preisdruck hoch. Einige Betriebe versuchen dem zu begegnen, indem sie der Qualifikation der Fahrer weniger Beachtung beimessen als dem Lohn, für den sie zu arbeiten bereit sind. Wir halten das für den falschen Weg“, sagt unser Geschäftsführer Peter Krummen. „Denn letztlich sind unsere Chauffeure auch unsere Visitenkarte.“ Als diejenigen, die regelmässig bei den Kunden vor Ort seien, prägten sie massgeblich, wie das Unternehmen wahrgenommen werde. „Deshalb setzen wir auch beim Fahrpersonal auf fachlich wie menschlich kompetente, bestens ausgebildete Mitarbeiter“, so Krummen.

Theorie und Praxis

Aufgrund des Fahrermangels gestaltete es sich zuletzt allerdings schwierig, solche Chauffeure in ausreichender Zahl zu finden. Auch deswegen hat sich der Logistikspezialist aus Kerzers vor geraumer Zeit entschieden, wieder verstärkt selbst auszubilden. Aktuell durchlaufen fünf Lehrlinge die dreijährige Ausbildung zum Strassentransportfachmann, darunter seit Anfang des Monats ein Neuzugang. Dieser muss allerdings noch etwas warten, bis er selbst ans Lenkrad darf, erklärt der Ausbildungsbeauftrage der Krummen Kerzers AG, Hansrudi Muster: „Das erste Lehrjahr steht bei uns ganz im Zeichen der Technik.“ Werkstatt und Garage sind in dieser Zeit die Einsatzorte der Lehrlinge. „Zum einen, weil die meisten einfach noch zu jung sind, um den Führerschein zu machen. Zum andern, weil sie wissen müssen, wie ihr Arbeitsgerät funktioniert und welche Schwachstellen es an Lkw und Auflieger gibt“, sagt Muster. Schliesslich komme es im Alltag auf der Strasse immer wieder zu Pannen, die man selbst beheben könne, wenn man wisse, wie es geht.

Im zweiten Lehrjahr werden den Nachwuchskräften dann vor allem die theoretischen Grundlagen des Berufs vermittelt. Das umfasst die Regelungen des Strassenverkehrsgesetzes genauso wie den Umgang mit Gefahrgütern, Hygienevorschriften und die Verordnungen zu den Lenk- und Ruhezeiten. Darüber hinaus dürfen die angehenden Strasstentransportfachmänner nun erstmals selbst ans Steuer – wenn auch nur unter Begleitung. Diesem langsamen Heranführen an den Alltag auf der Strasse misst man bei Krummen besonders hohe Bedeutung bei. „Wer glaubt, ein Lkw fährt sich inzwischen genauso leicht wie ein Auto, irrt gewaltig“, sagt Muster. Um ein 18 Meter langes und 40 Tonnen schweres Fahrzeug sicher zu beherrschen, brauche es trotz all der Assistenzsysteme, die heute oft an Bord sind, nach wie vor viel Erfahrung. Deshalb hat Krummen in den vergangenen Jahren vier erfahrene Fahrer zu Ausbildern qualifiziert, die ihren Kollegen in spe nun regelmässig vom Beifahrersitz aus assistieren

Kein Selbstläufer

Im dritten Lehrjahr, nach Erwerb der Fahrerlaubnis, fahren die Auszubildenden dann eigene Touren ohne Begleitung. Auch das jedoch noch in einem reduzierten Rahmen. „Wir achten selbstverständlich sehr auf den Jugendschutz. Genauso wie darauf, niemanden zu überfordern“, erklärt Muster. So würden die angehenden Strassentransportfachmänner beispielsweise nicht vor 5 und nicht nach 22 Uhr eingesetzt und nach Möglichkeit nur auf festen Routen. Die Betreuung durch die Ausbilder ist zudem auch in dieser Phase eng. „Eine solche Ausbildung ist kein Selbstläufer. Man muss sich kümmern“, sagt Muster und hofft, dass sich das Engagement lohnt und am Ende bestenfalls alle Lehrlinge im Unternehmen bleiben. „Denn dafür machen wir es ja schliesslich.“

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